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Batterie-Lade‑/Entladesystem – Funktionsprinzip

Serviceunterstützung:

  • Produktbeschreibung
  • Das Batterie‑Lade‑Entlade‑Testsystem – häufig auch als Batterietestgerät, Batterietestschrank oder BTS bezeichnet – ist ein automatisiertes Prüfgerät, das die realen Einsatzbedingungen einer Batterie nachbildet, den Strom und die Spannung präzise regelt, Messdaten erfasst und die Leistung sowie den Sicherheitszustand der Batterie bewertet.

    I. Gesamte Arbeitslogik

    Das System führt mithilfe einer Hardware‑Leistungsschleife, einer Steuerschaltung und Softwarealgorithmen folgende Schritte an der Batterie durch: Konstantstromladung → Konstantspannungsladung → Konstantstromentladung → Ruhephase → Zyklus; gleichzeitig werden Spannung, Strom, Temperatur, Kapazität sowie Innenwiderstand in Echtzeit erfasst, sodass schließlich Leistungskurven und Berichte erstellt werden.

    Man kann es als ein hochpräzises 3-in-1‑System aus „elektronischer Last + programmierbarem Netzteil + Datenlogger“ verstehen.

    II. Funktionsprinzip des Ladevorgangs

    Konstantstromladung (CC)

    Innerhalb des Systems

    Programmierbare Konstantstromquelle

    Gibt einen stabilen Strom an die Batterie ab.

    Die Spannung steigt mit zunehmender Ladungsmenge allmählich an, bis sie den eingestellten Abschaltspannungswert erreicht (z. B. bei Lithiumbatterien 4,2 V).

    Konstantspannungsaufladung (CV)

    Die Spannung bleibt konstant, während der Strom mit zunehmender Ladezustandsveränderung der Batterie allmählich abnimmt.

    Wenn der Strom unter den eingestellten Schwellenwert (z. B. 0,02 C) fällt, wird das Laden als vollständig abgeschlossen betrachtet und beendet.

    Schutzmechanismus

    Überspannungs-, Überstrom-, Übertemperatur- und Verpolungsschutz

    Bei Erreichen der eingestellten Bedingungen wird automatisch abgeschaltet, um Blasenbildung und Brandgefahr zu vermeiden.

    III. Funktionsprinzip der Entladung

    Die Entladung erfolgt mithilfe einer elektronischen Last; hierfür gibt es im Wesentlichen zwei Ausführungsformen:

    Energieverbrauchende Entladung (Widerstands‑/Heizart)

    Durch den Durchfluss von Strom wird elektrische Energie in Wärme umgewandelt und verbraucht.

    Kostengünstig, geeignet für Kleinleistungsbereiche und Laborgeräte.

    Energierückführungs‑Entladung (Netzparallel / Rückführung ins Netz)

    Das aus der Batterie abgegebene Gleichstrom wird in Wechselstrom umgewandelt,

    Rückführung ins Netz

    Energiesparend, geringe Wärmeentwicklung – geeignet für Antriebsbatterien und Großserientests in der Fertigungslinie.

    Der Entladevorgang verläuft in der Regel wie folgt: Konstantstromentladung (CC) → Spannungsabfall bis zur Abschaltspannung (z. B. bei Lithiumbatterien 2,8 V/3,0 V) → Beendigung der Entladung; die tatsächliche Kapazität wird aus der Entladezeit multipliziert mit dem Strom berechnet.

    IV. Prinzipien der Datenerfassung und -steuerung

    Hochpräzise Abtastung

    Spannungsabtastung: Genauigkeit im Millivoltbereich

    Stromabtastung: im Milliampere‑ bis sogar im Mikroamperebereich

    Temperaturmessung: Echtzeitüberwachung mittels NTC‑Widerstand oder Thermoelement

    Regelkreissteuerung (PID)

    Das System führt fortlaufend Vergleiche durch.

    Sollwert vs. Istwert

    Die Ausgangsleistung wird in Echtzeit angepasst, um eine hohe Stabilität von Strom und Spannung zu gewährleisten.

    Die zeitliche Steuerung erfolgt automatisch gemäß den vorgegebenen Arbeitsabläufen:

    Aufladen

    Stehen lassen

    Entladung

    Zirkulation

    DCR-Gleichstrom-Innenwiderstandstest

    Impulstest

    HPPC‑Test zur Prüfung der pulsierenden Eigenschaften von Hybridantrieben

    V. Typischer Testablauf (am häufigsten zur Veranschaulichung des Prinzips)

    Am Beispiel der Kapazitätsprüfung von Lithiumbatterien:

    Konstantstromladung

    Bis zur Obergrenze der Spannung

    Konstantspannungsaufladung

    Bis zum Abschalten bei kleinstem Strom

    Stehen lassen

    Stabilisierte Spannung

    Konstantstromentladung

    Bis zur unteren Spannungsgrenze

    Berechnung:

    Entladungskapazität = Entladestrom × Entladezeit

    Mehrfache Schleifen, erhalten

    Zykluslebensdauer, Kapazitätsabnahmerate

    VI. Zusammenfassung der Kernfunktionen

    Präzise Messung: Kapazität, Innenwiderstand, Spannungsplateau, Lade‑/Entladewirkungsgrad

    Validierung: Rate‑Leistung, Hoch‑ und Tiefsttemperatur‑Leistung sowie Zyklenlebensdauer

    Sicherheitsgarantie: Tests zur Überprüfung von Sicherheitsgrenzen wie Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und Überhitzung

    Kurz zusammengefasst: Es „versorgt“ und „entnimmt“ die Batterie mit präzise kontrollierter elektrischer Energie, zeichnet während des gesamten Vorgangs die Reaktionen der Batterie auf und ermöglicht so eine Einschätzung ihrer Qualität, ihrer Lebensdauer sowie ihrer Sicherheit.

    Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen noch einmal ein vereinfachtes Funktionsblockdiagramm zeichnen oder die Unterschiede in separaten Versionen für Kleinakkus, Antriebsbatterien und Energiespeicherbatterien erläutern.

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